Zwei Menschenwesen unterhalten sich im Mutterleib.
Das eine
fragte das andere: „Glaubst du an ein Leben nach der Geburt?“ Das
andere antwortete: „Aber natürlich. Es muss doch etwas nach der
Geburt geben. Vielleicht sind wir hier, um uns auf das vorzubereiten,
was wir später sein werden.“
„Unsinn“, sagte das erste.
„Es gibt kein Leben nach der Geburt. Was für ein Leben wäre das
denn?“
Das zweite sagte: „Ich weiß es nicht, aber es wird
mehr Licht geben als hier. Vielleicht werden wir mit unseren Beinen
laufen und mit unserem Mund essen. Vielleicht werden wir andere Sinne
haben, die wir jetzt noch nicht verstehen können.“
Das
erste antwortete: „Das ist absurd. Laufen ist unmöglich. Und mit
dem Mund essen? Lächerlich! Die Nabelschnur versorgt uns mit
Nährstoffen und allem, was wir brauchen. Aber die Nabelschnur ist so
kurz. Ein Leben nach der Geburt ist logischerweise
ausgeschlossen.“
Das zweite beharrte: „Nun, ich glaube,
dass es etwas gibt, und vielleicht ist es anders als hier. Vielleicht
brauchen wir diese physische Schnur nicht mehr.“
Das erste
antwortete: „Unsinn. Und außerdem, wenn es Leben gibt, warum ist
dann noch nie jemand von dort zurückgekommen? Die Geburt ist das
Ende des Lebens, und nach der Geburt gibt es nichts als Dunkelheit
und Stille und Vergessenheit. Das führt uns nirgendwohin.“
„Nun,
ich weiß es nicht“, sagte das zweite, „aber sicherlich werden
wir Mutter treffen und sie wird sich um uns kümmern.“
Das
erste antwortete: „Mutter? Du glaubst tatsächlich an Mutter? Das
ist lächerlich. Wenn Mutter existiert, wo ist sie dann jetzt?“
Das
zweite sagte: „Sie ist überall um uns herum. Wir sind von ihr
umgeben. Wir sind ein Teil von ihr. Wir leben in ihr. Ohne sie würde
diese Welt nicht existieren und könnte auch nicht existieren.“
Das
erste sagte: „Nun, ich sehe sie nicht, also ist es nur logisch,
dass sie nicht existiert.“
Darauf antwortete das zweite:
„Manchmal, wenn du still bist und dich konzentrierst und lauschst,
kannst du ihre Gegenwart wahrnehmen und ihre liebevolle Stimme hören,
die von oben zu dir herabruft.“
Eine
Parabel aus dem Buch „Your Sacred Self“ von Dr. Wayne Dyer
18. Oktober 2025
Die Zwillinge
20. April 2025
Denk-Moment
Du wirst leiden, wenn du auf alles, was dir
gesagt wird, eine emotionale Reaktion hast. Wahre Macht besteht darin,
sich zurückzulehnen und alles mit Logik zu beobachten. Wenn Worte dich
kontrollieren, bedeutet das, daß alle anderen dich kontrollieren
können. Atme und lass die Dinge passieren.
10. Oktober 2024
Die Verblödung des Menschen
Im Jahre 1956 schrieb Günther Anders
die folgende Betrachtung:
"Um einen Aufstand zu
unterdrücken, ist es nicht notwendig, gewaltsam
vorzugehen.
Hitler-ähnliche Methoden sind obsolet.
Es reicht, eine kollektive
Konditionierung zu schaffen, die so stark
ist, daß der Gedanke an
Rebellion nicht mehr in den Köpfen der Menschen
auftaucht. Das
Ideal wäre, die Menschen von Geburt an zu trainieren,
indem man
ihre angeborenen biologischen Fähigkeiten einschränkt.
Danach
würden wir die Konditionierung fortsetzen, indem wir die
Bildung
drastisch reduzieren und sie auf die Aneignung beruflicher
Fähigkeiten
beschränken. Ein ungebildeter Mensch hat eine
eingeschränkte Weltsicht,
und je mehr sein Denken auf
mittelmäßige Tätigkeiten beschränkt ist,
desto weniger ist er
in der Lage, zu rebellieren.
Wir müssen dafür sorgen, dass der
Zugang zur Wissenschaft immer
schwieriger und elitärer wird, daß
es eine Kluft zwischen den Menschen
und der Wissenschaft gibt und
daß Informationen, die für die
Allgemeinheit bestimmt sind, frei
von subversiven Inhalten sind.
Das Wichtigste - keine
Philosophie.
Auch hier müssen wir die Macht der Überzeugung
nutzen, nicht die der
Gewalt: Wir werden massenhaft
Unterhaltungssendungen im Fernsehen
ausstrahlen, die nur die
Gefühle oder Instinkte ansprechen.
Die Köpfe werden mit
nutzlosen und spielerischen Dingen beschäftigt
sein. Den Verstand
am Nachdenken zu hindern, kann durch Gespräche und
ständige
Musik erreicht werden. Die stellt die Sexualität ganz oben auf
die
Liste der menschlichen Interessen. Es gibt kein besseres
soziales
Beruhigungsmittel. Ganz allgemein, damit wir den Ernst
des Daseins
ausblenden, alles Wertvolle ins Lächerliche ziehen,
ständig für
Frivolität eintreten, damit die öffentliche
Euphorie zum Maßstab des
menschlichen Glücks und zum Vorbild der
Freiheit wird.
Die Konditionierung wird zu einer so tiefgreifenden
Integration führen,
daß die einzige Angst, die wir
aufrechterhalten müssen, der Ausschluss
aus dem System und damit
die Unmöglichkeit des Zugangs zu den für das
Glück notwendigen
Bedingungen sein wird.
Da der Massenmensch auf diese Weise geformt
wurde, müssen wir uns ihm
gegenüber so verhalten, wie er ist:
als Kuh, und er muss wie eine
Viehherde überwacht werden. Alles,
was dazu führt, dass sein klares
Denken entsteht, ist ein
öffentliches Gut, und alles, was ihn aufwecken
würde, muss
lächerlich gemacht, unterdrückt und bekämpft werden. Jede
Lehre,
die das System in Frage stellt, muss als subversiv und
terroristisch
bezeichnet werden, und diejenigen, die sie unterstützen,
werden
dann wie Terroristen behandelt."
27. Januar 2024
26. Januar 2024
Landwirtschaft in der BRD – ein Landwirt erinnert sich
von Egon W. Kreutzer
Gestern Abend habe ich eine Mail erhalten, die ich meinen Lesern nicht vorenthalten will.
Ein Landwirt,
der heute Morgen um halb sieben, als ich ihn fragen wollte, ob er der Veröffentlichung zustimmt, nicht ans Telefon kommen konnte, weil er – wie jeden Tag um diese Zeit – schon im Stall zugange war, hatte mir geschrieben. Beim Lesen habe ich mich erinnert. Ja. Das war so. Nur hatte ich das längst in den Tiefen meines Gedächtnisses vergraben. Gut, dass es auf diese Weise wieder zum Vorschein gekommen ist.
Kurz vor zwölf hatte ich ihn dann endlich selbst am Telefon. Dass ich seine Gedanken veröffentlichen will, freut ihn, dass er dabei lieber selbst anonym bleiben will, kann ich gut verstehen.
Aber, lesen Sie selbst. Eine Schilderung aus dem Wissen und aus der ganz und gar bewussten Sicht eines Landwirts:
30. Mai 2022
Das Märchen vom fröhlichen König
Es war einmal ein fröhlicher König. Er wohnte mit seiner Königin und seiner schönen Tochter in einem herrlichen Schloß, das mitten in einem großen Garten stand. Da gab es zierliche Beete und bunte Blumen und rings an den Wegen standen Eiben und Buxbäume, die zu allerlei lustigen Figuren zurechtgestutzt waren. Auch war mitten im Garten ein Springbrunnen, in dessen Becken steinerne Zwerge saßen, die sehr komisch aussahen. Man nannte ihn den Brunnen der Fröhlichkeit; denn wenn das Wasser aus der Höhe auf die Steinfiguren herunterplätscherte, klang es, als ob in jedem Winkel des Gartens jemand lachte.
Der fröhliche König lebte glücklich und vergnügt in seinem Schloß, bis eines Tages eine Sippe böser Riesen aus dem Wald herunterstapfte und in den Garten einbrach. Diesen Riesen konnte man ansehen, daß sie ihr Leben lang noch nie gelacht hatten. Sie machten so grimmige Gesichter, daß alle im Schloß Hals über Kopf davonrannten, auch der König mit seiner Königin und der schönen Tochter. Sie liefen so schnell sie konnten auf die andere Seite des Tales, wo sie ein Bauer aufnahm, der oben auf der Höhe seinen Hof hatte.
Hier saß nun der König, der gar nicht mehr fröhlich war, den lieben langen Tag auf der Hofmauer und schaute hinüber zu seinem Schloß, in dem jetzt die Riesen hausten. Sie trotteten quer durch den schönen Garten, zertrampelten dabei die zierlichen Blumenbeete und rissen im Vorbeigehen die beschnittenen Büsche aus, um sich damit am Kopf zu kratzen. Einer nahm gar ein Bad im Brunnen der Fröhlichkeit und brach dabei das Spritzrohr des Springbrunnens ab, so daß die Fontäne versiegte und nicht mehr plätschern konnte. All das sah der König und wurde sehr traurig.
Als ihm klar wurde, daß diese Riesen nicht mehr weiterziehen wollten, sondern sich im Schloß häuslich einrichteten, wobei sie die Stühle, die für ihre dicken Hintern zu klein waren, einfach aus den Fenstern warfen, da beschloß der König, etwas zu unternehmen. Er sandte Boten aus und ließ die Ritter seines Reiches zum Kampf gegen die Riesen herbeirufen.
Nach ein paar Tagen kamen sie in schwerer Rüstung auf ihren Gäulen angetrabt, grimmige, in Eisen gepanzerte Gesellen, die mit ihren Schwertern rasselten. “Ich danke euch, daß ihr mir zur Hilfe gekommen seid“, sagte der König. “Nun vertreibt mir diese ungeschlachten Riesen, und wer den stärksten von ihnen besiegt, der soll meine Tochter zur Frau bekommen.“
Da galoppierten die Ritter quer durch das Tal hinauf zum Schloß, stießen grimmige Schreie aus, schwangen ihre Schwerter und wollten die Riesen angreifen. Aber der stärkste der Riesen langte nur mit seinem dicken Arm aus dem Fenster heraus, pflückte die gepanzerten Ritter der Reihe nach wie Haselnüsse aus dem Sattel und warf sie hinunter in den Bach, der durch das Tal floß. Dort rappelten sie sich nach einiger Zeit mühsam auf und hinkten auf den Bauernhof zu ihrem König, um ihm zu sagen, daß gegen diese Riesen mit dem Schwert nichts auszurichten sei.
„Wenn nicht mit dem Schwert, dann mit Zauberei“, sagte der König und schickte wieder Boten aus, die alle Zauberer seines Landes herbeiriefen. Nach ein paar Tagen nahte ein langer Zug von Maultieren, die jeweils zu zweit eine Sänfte zwischen sich trugen und in jeder Sänfte saß ein Zauberer. Als sie vor den König kamen, stiegen sie aus, ordneten ihre langen Gewänder, machten ernste, bedeutende Gesichter und fragten den König nach seinen Wünschen.
„Ihr sollt mir die Riesen aus meinem Schloß vertreiben“, sagte der König, “denn meine Ritter sind ihnen nicht gewachsen. Wer von euch das fertigbringt, der soll meine Tochter zur Frau haben.“ Da zogen die Zauberer hinüber zum Schloß, der erste trat vor, zeichnete einen Zauberkreis auf den Boden, stellte sich hinein und begann seine Zaubersprüche aufzusagen. Im Fenster des Schlosses aber stand der stärkste der Riesen, blähte seine Backen auf und pustete den Zauberer in die Luft, daß er auf seinen langen Gewändern davonflog wie ein flügellahmer Rabe, bis er in der Krone eines Baumes hängenblieb. Und so erging es jedem, der vor dem Schloß seinen Kreis auf den Boden zeichnete.
Schließlich kletterte der letzte der Zauberer von dem Baum, auf dem er gelandet war. Die anderen hatten höflich auf ihn gewartet, und dann zogen sie gemeinsam zurück zum König. Sie machten noch immer ernste, bedeutende Gesichter, als sie dem König sagen mussten, daß ihre Kunst gegen diese Riesen nichts auszurichten vermochte.
Da wurde der König noch trauriger, denn er hatte keine Hoffnung mehr, sein Schloss und den Brunnen der Fröhlichkeit wiederzugewinnen. So saß er eines Tages wieder auf der Hofmauer und blickte weinend zum Schloß hinüber, wo die Riesen einander gerade die goldenen Kugeln an den Kopf warfen, die sie von den Turmspitzen abgebrochen hatten. Da kam ein junger Bursche des Weges und fragte ihn, warum er weine.
„Schau dort hinüber“, sagte der König, “dann weißt du’s. Die Riesen haben mir mein schönes Schloß weggenommen und den Brunnen der Fröhlichkeit verstopft. Und keiner ist imstande, sie zu vertreiben.“ „Wirklich keiner?“ fragte der Bursche. “Daß ich nicht lache! “Und er lachte so laut, daß die Riesen drüben auf der anderen Seite des Tales stehenblieben und herüberschauten.
„Wie kannst du lachen, wo ich so traurig sein muß?“ sagte der König erbittert. “Was meine Ritter und meine Zauberer nicht geschafft haben, wirst auch du nicht schaffen.“ „Das kommt auf den Versuch an“, sagte der Bursche. “Was gibst du mir, wenn ich die Riesen wegjage?“ „Ich habe versprochen, dem meine Tochter zur Frau zu geben, der das fertigbringt“, sagte der König. “Aber ich kann mir nicht denken, wie du das anstellen willst.“ „Du wirst schon sehen“, sagte der Bursche. “Ich muß jedoch dich und deine Leute bitten, alles zu tun, was ich euch sage.“ „Von mir aus“, sagte der König mit wenig Hoffnung. “Was sollen wir also tun?“ „Seid fröhlich!“ sagte der Bursche. “So fröhlich, wie ihr nur sein könnt. Lacht und singt und tanzt, daß man es durch das ganze Tal hören kann!“
„Du verlangst viel von mir“, sagte der König. Aber da er nichts unversucht lassen wollte, befahl er der Königin und seiner Tochter und allen, die mit ihm im Schloß gewohnt hatten, sogar dem Bauern und seinen Leuten, zu lachen, zu singen und zu tanzen. Und er selbst sprang allen voran, lachte am lautesten, sang am fröhlichsten und tanzte am verwegensten. Zunächst musste er sich dazu zwingen, doch nach und nach merkte er, wie die Traurigkeit aus seinem Herzen verschwand, und so machte es ihm schließlich Vergnügen, so fröhlich zu sein wie zu der Zeit, als er noch in seinem Schloß gewohnt hatte. Als sie den ganzen Tag lang gelacht, gesungen und getanzt hatten, sagte der Bursche zum König:“Nun schau einmal hinüber zu deinem Schloß!“
Da ließ der König für einen Augenblick das Lachen, Singen und Tanzen sein und blickte hinüber auf die andere Talseite. Noch immer trampelten dort die Riesen durch den Garten, aber es kam ihm so vor, als seien sie beträchtlich kleiner geworden. „Das müssen wir uns aus der Nähe ansehen!“rief der König und tanzte lachend und singend mit all seinen Leuten ins Tal hinunter bis zum Bach. Ehe er hinübersprang, schaute er noch einmal zum Schloß hinauf und da sahen die Riesen schon wieder ein bißchen kleiner aus, ja sie schienen schon fast die Größe normaler Leute zu haben. Da sprang der König über den Bach und alle ihm nach. Lachend und singend tanzten sie den Hang hinauf zum Schloßpark. Dort lugten sie vorsichtig über die Mauer und da rannten lauter kleine Riesen im Garten umher, die schon beinahe so aussahen wie die komischen Zwerge im Becken des Brunnens.
Da mussten alle noch viel mehr lachen und mit jedem Lachen schrumpften die Riesen weiter ein und drängten sich ängstlich auf einen Haufen zusammen. Da kletterte der König mit seinen Leuten über die Mauer und lachte immer lauter über die komischen Männlein, die in seinem Garten standen. Die lustige Gesellschaft lief hinüber zu den ehemaligen Riesen und fand eine Handvoll grämlicher Zwerge, die sich unter den Büschen, die noch übrig geblieben waren,verstecken wollten.
„Hiergeblieben!“ donnerte der König zwischen zwei Lachsalven und dann sagte er zu seiner Tochter, sie solle im Schloß Kehrschaufel und Handbesen holen und das Gelichter zusammenfegen. Sie rannte ins Haus und als sie wiederkam, waren die grämlichen Zwerge schon so winzig, daß man sie kaum von den Marienkäfern auf den Rosenblättern unterscheiden konnte. Das sah so lustig aus, daß alle noch viel mehr lachen mussten. Und als die Königstochter alle zusammengefegt hatte, war auf der Kehrschaufel nichts weiter zu sehen als ein bißchen Staub, den der Wind davonblies.
Da ließ der König Schloß und Garten in Ordnung bringen und sobald der Brunnen der Fröhlichkeit wieder plätscherte, wurde Hochzeit gefeiert; denn dieser Bursche hatte seine Königstochter redlich verdient. Wenn aber später jemand im Schloß ein allzu ernstes Gesicht machte, sagte der König zu ihm: “Sei fröhlich und lach ein bißchen! Es könnte ja sein, daß unter deinem Fingernagel ein böser Riese sitzt und wieder anfängt zu wachsen!“
aus "Stein und Flöte" von Hans Bemmann
27. Juni 2020
Was kommt?
22. November 2019
12. November 2019
Vorwort aus "Die Apotheke Manitous"
Zivilisierte Nationen haben den Polytheismus, den Monotheismus und den Atheismus erfunden und so die Einheit des Regenbogens in zahllose Lichtfleckchen aufgesplittert, die sie in luftdicht versiegelten Höhlen aufbewahren. Dort bewachen Drachen der Eigensucht jedes Stück dieses zerrissenen Schatzes, als sei es das Ganze, als gehöre es ihnen - und wollen dabei nicht sehen, dass privates Eigentum allgemeines Eigentum vermindert.
Ja, jedes Fünkchen, jeder Schimmer dieser Schatzteilchen ist kostbar und sollte in Ehren gehalten werden - sei es nun wissenschaftlich, religiös, politisch, wirtschaftlich, spirituell, sozial, esoterisch, philosophisch, technisch, egoistisch oder was auch immer! Und doch stellt jedes dieser Teilchen für sich nur eine mögliche Betrachtungsweise dar, die lediglich einen flüchtigen, geisterhaften Schatten des Einen, des Ganzen, des kostbaren Diamanten der Realität freigibt, den die ursprüngliche, voreiszeitliche Tradition durch das globale Prisma von Schamanismus, Animismus und Totemismus ganz und gar enthüllt.
Natürlich haben sich aufrichtige und erleuchtete Männer zu allen Zeiten anderer Etikettierungen bedient, wenn sie versuchten, den Sündenfall der Zivilisation in Eitelkeit, Besitzdenken und Langeweile rückgängig zu machen, und sich bemühten, das Goldene Zeitalter wieder herbeizuführen und damit die Erde aufs neue zu einem Garten Eden zu machen.
Von Melchisedek bis zu den Essenern, von Buddha bis zu Gandhi, von Jesus bis zu Franziskus oder da Vinci, von Sokrates bis zu den Hanifen legen viele bekannte und unbekannte Heilige aller Ideolgien und Religionen in der Geschichte der Menschheit Zeugnis davon ab, dass der Mensch sich, wie sein Bruder Lachs, nach seinen Wurzeln im Himmel sehnt. Er ist bereit, eine gewaltige Anstrengung zu unternehmen und die Hoffnungen und Freuden der Zukunft mit dem Wissen und der Harmonie der Vergangenheit zu verbinden und dabei das Risiko einzugehen, noch einmal zu sterben. Dies sind die Aussagen von großer Weisheit, die geistige und körperliche Gesundheit, Heiligkeit und Heilheit zum Gegenstand haben. Dies ist der Inhalt der zahlreichen Frohen Botschaften und Verheißungen eines Ewigen Lebens. Dies ist der Kern der indianischen, das heißt der ursprünglichen Medizin.
Für uns gibt es nur einen einzigen, ewigen, allgegenwärtigen, allmächtigen, alles liebenden Manitou, weil es keinen Manitou gibt, weil es unzählig viele Manitous gibt! So leid es mir für die Kartesianer tut - aber die Realität ist eben eine Herausforderung an die Engstirnigkeit! (...)
Prof.Dr.med. Maolinn Tiam Apjoilnosagmaniteogslg
Vorwort aus: "Die Apotheke Manitous" von Heinz J. Stammel
6. April 2018
Denk-Moment
Er beginnt: "Meine Herren, es mag für Sie vielleicht eine seltsame Frage sein, aber kennen Sie auf Ihrem Planeten Jesus Christus?"
Der außerirdische Anführer antwortet: "Jesus Christus? Wie könnten wir den nicht kennen? Er kommt etwa alle zwei Jahre bei uns vorbei und es ist immer ein großes Freudenfest."
Die ganze Erd-Elite ist verblüfft und startet eine wilde Diskussion. Endlich findet auch der Papst seine Sprache wieder und fragt erstaunt: "Alle zwei Jahre? Das ist ja unfassbar! Wir warten seit vielen Jahrhunderten darauf, dass er ein zweites Mal zu uns kommt."
Der Außerirdische antwortet: "Vielleicht mochte er Ihre Schokolade nicht?"
Jetzt ist der Papst noch verwirrter und fragt: "Verzeihen Sie, das verstehe ich nicht. Was hat das denn mit Schokolade zu tun?"
Der Außerirdische erwidert: "Also, als er unseren Planeten besucht hat, haben wir ihm eine große Schachtel unserer feinsten Schokolade geschenkt. Wieso, was habt ihr Menschen denn getan, als er hier war?"
13. November 2017
Selbst-Erfahrung
Es muss eine Bereitschaft, eine innere Zustimmung, ein Verlangen vorhanden sein. Wenn ihr euch nicht die Zeit dafür nehmt, eure eigenen subjektiven Zustände zu beobachten, dann könnt ihr euch auch nicht beklagen, wenn euch die Antworten auf eure Fragen immer wieder entgleiten. Ihr könnt die Beweisführung nicht einem anderen aufbürden und von einem Lehrer oder einem anderen Menschen erwarten, dass er euch die Gültigkeit eures eigenen Daseins beweist. Ein solches Vorgehen muss euch zwangsläufig in eine subjektive Falle nach der anderen locken.
Während ihr über dieses Buch gebeugt sitzt, stehen die Pforten zu eurem Innern offen. Ihr braucht nur einen Augenblick, wie ihr ihn kennt, so intensiv wie möglich zu erleben - so wie ihr ihn physisch in eurem Zimmer vorfindet, oder draußen auf den Straßen der Stadt, in der ihr lebt. Stellt euch vor, wie die ganze Welt diesen Augenblick erlebt, dann kostet wieder euer eigenes subjektives Erleben aus, wie es im Augenblick vorhanden ist und sich dem Augenblick doch auch wieder entzieht - und dann übertragt diese Erfahrung auf jedes lebende Individuum.
Diese Übung wird schon allein dazu beitragen, eure Wahrnehmungsorgane zu öffnen, euer Bewusstsein zu erweitern und eure Selbsteinschätzung automatisch aufzuwerten.
Aus: "Gespräche mit Seth" von Jane Roberts
5. Oktober 2017
Der Mensch und seine Schöpferkraft
Die ihnen verliehenen Kräfte und Fähigkeiten werden von den Schöpfungen auf verschiedene Weise genutzt. In eurem Fall gestaltet der Mensch seine Realität mit Hilfe dieser Gaben. Er lernt, sie wirksam und richtig zum Einsatz zu bringen. Er verwendet sie für seine Existenzerhaltung. Sie bilden seine Realitätsgrundlage. Im Rahmen diese Systems kann der Mensch zwar scheinbar individuell und kollektiv Fehler begehen und Krankheit, Tod oder Elend über sich bringen, aber er wird dennoch seine Fähigkeiten darauf verwenden, seine eigene Welt zu erschaffen.
Durch Beobachtung des von ihm Geschaffenen lernt er, seine Fähigkeiten besser einzusetzen. Er kontrolliert seinen inneren Fortschritt, indem er die physischen Resultate seiner Arbeit betrachtet. Seine Arbeit, die Realität, bleibt aber immer eine schöpferische Leistung, auch wenn sie gelegentlich in Tragödie oder unaussprechlichen Schrecken ausartet.
[...] In einem großartigen Gemälde von einer Schlachtenszene kann beispielsweise die Begabung des Künstlers darin zum Ausdruck kommen, dass er die unmenschlichen und doch allzu menschlichen Kriegszustände in ihrer ganzen schaurigen Dramatik auf die Leinwand projiziert. Der Künstler macht einfach von seinen Fähigkeiten Gebrauch. Auf die gleiche Weise nutzt auch der Mensch seine Fähigkeiten und stellt sie zur Schau, wenn er einen richtigen Krieg inszeniert.
Der Maler, der eine solche Szene gestaltet, kann dies aus verschiedenen Gründen tun: entweder will er durch die Darstellung solcher Unmenschlichkeit die Menschen auf die Folgen ihrer Taten aufmerksam machen; er will Furcht und Zittern in ihnen erregen und sie zu einer Änderung bewegen; oder er ist selber in einer so kranken und chaotischen Verfassung, dass er sein Können in diese bestimmten Bahnen lenkt; oder aber er ist von dem Problem des Schaffens und Zerstörens fasziniert, und er erschafft deshalb Zerstörung.
In euren Kriegen führt ihr eure Kreativität zerstörerischen Zwecken zu, aber ihr seid trotzdem dabei noch schöpferisch.
Krankheit und Leid werden nicht von Gott oder von Alles-das-was-ist oder einer äußeren Instanz über euch verhängt. Sie sind ein Nebenprodukt des Lernprozesses, von euch selber geschaffen und als solche neutral. Andererseits ist eure Existenz an sich, die Realität und Natur eures Planeten, das ganze Dasein, innerhalb dessen ihr solche Dinge erfahrt, unter Einsatz der obenerwähnten Fähigkeiten von euch selber geschaffen.
Krankheit und Leid sind das Resultat einer falschen Verwertung schöpferischer Energien. Sie sind jedoch ein Teil der Schöpferkraft. Sie sind nicht anderen Ursprungs als beispielweise Gesundheit und Vitalität. Leid ist an sich nicht gut für die Seele, es sei denn, ihr lerntet dadurch, ihm ein Ende zu setzen. Darin liegt sein Zweck.
Aus: "Gespräche mit Seth" von Jane Roberts
28. Mai 2017
Der Glaube an das Gute
Es mag euren Intellekt beleidigen, die Erfahrung eurer physischen Sinne mag aufbegehren und dies eine Lüge nennen, und doch ist ein Glaube an das Gute ohne einen Glauben an das Böse in Wirklichkeit hochrealistisch, weil er zu Lebzeiten eure Gesundheit verbessert, euch psychologisch von neurotischen Problemen befreit und euch ein Gefühl der Leichtigkeit und Spontaneität schenkt, das die Entfaltung eurer Fähigkeiten begünstigt. Nach dem Tode bietet er Schutz gegen den Glauben an Dämonen, die Hölle und gewaltsame Strafe. Er bereitet euch auf die Einsicht in das wahre Wesen der Realität vor. Ich weiß, dass diese Auffassung euren Geist fast beleidigt und dass eure Sinne sie Lügen zu strafen scheint, doch ihr solltet allmählich erkannt haben, dass eure Sinne euch manches sagen, was nicht der Wahrheit entspricht; ich aber sage euch, dass eure physischen Sinne eine Realität wahrnehmen, die das Produkt eurer Überzeugungen ist.
Wenn ihr an das Böse glaubt, dann nehmt ihr es natürlich auch wahr. Eure Welt hat das Experiment noch nicht gewagt, das euch erlösen würde. Das Christentum war nur eine verzerrte Form dieser Grundwahrheit - d.h. das organisierte Christentum, das ihr kennt. Ich spreche hier nicht von den ursprünglichen Lehren. Die haben kaum eine Chance gehabt, [....].
Das Experiment, das eure Welt verändern könnte, würde auf der Grundanschauung beruhen, dass ihr der Natur eurer Überzeugungen entsprechend eure eigene Realität schafft, dass alle Existenz eine gesegnete ist und dass es das Böse nicht gibt. Würden diese Vorstellungen sich individuell und kollektiv durchsetzen, dann würden die Erfahrungen eurer physischen Sinne dem nicht mehr widersprechen. Eure Sinne würden die Welt und Existenz als gut erleben.
Aus: "Gespräche mit Seth" von Jane Roberts
24. Dezember 2016
Die sieben hermetischen Gesetze
Alles ist Geist; das Universum ist geistig.
II. Das Prinzip der Analogie
Wie oben, so unten; wie innen, so außen.
III. Das Prinzip der Schwingung
Nichts ruht; alles ist in Bewegung; alles schwingt.
IV. Das Prinzip der Polarität
Alles ist dual; alles hat zwei Pole; alles hat seine Gegensätze; gleich und ungleich sind dasselbe; Gegensätze sind vom Wesen her identisch, aber unterschiedlich im Ausmaß; Extreme stoßen aufeinander; alle Wahrheiten sind nur Halbwahrheiten; alle Paradoxa können in Einklang gebracht werden.
V. Das Prinzip des Rhythmus
Alles fließt, hinein und hinaus; alles hat seine Gezeiten; alle Dinge steigen und fallen; der Pendelschlag offenbart sich in allem; das Schwungmaß nach rechts entspricht dem Schwungmaß nach links; Rhythmus gleicht aus.
VI. Das Prinzip der Kausalität
Jede Ursache hat ihre Wirkung; jede Auswirkung hat ihre Ursache; alles geschieht gemäß dem Gesetz; Zufall ist lediglich eine Bezeichnung für das nicht erkannte Gesetz; es gibt viele Ebenen der Kausalität, aber nichts entkommt dem Gesetz.
VII. Das Prinzip des Geschlechts
Geschlecht ist in allem; alles hat ein maskulines und feminines Prinzip; Geschlecht manifestiert sich auf allen Ebenen.
Übersetzt aus: The Kybalion
31. Dezember 2015
Über das Bücherwissen
Entwicklung. Vergrößerung des Horizontes. Erweiterung. Vielleicht, wenn man so will, eine "wohlgerundete" Ausdehnung. Bücherwissen vergrößert die Datenbank des traditionellen Wissens, wie es die gegenwärtige Gesellschaft kennt. Das Bücherwissen legt offen, was entdeckt worden ist; deshalb ist dieses Unternehmen eine Form von Enthüllung.
Der Kernpunkt dieser Thematik ist "spirituelle" Entwicklung; darum könnte jede Art von Buchwissen bezüglich dieses Themas mit Spiritualität in Verbindung gebracht werden. Bücher dieser Kategorie würden das Studium der Weltreligionen, das gesamte Gebiet der Philosophie, kanonische und gnostische Schriften, Metaphysik und die Physikwissenschaften beinhalten. Man kann keine fundierte Datenbasis des traditionellen, geistigen Wissens haben, ohne zuerst ein sicheres Verständnis des Themas in seiner Gesamtheit zu erlangen. Wenn diese Forschungsarbeit vollbracht worden ist, dann passiert etwas. Das Forschen, Studieren und Lesen wird plötzlich zu einer Schachtel, einer Falle, in die der Geist eingesperrt wird. Diese Schachtel hat einen Namen ... Konzeptualisierung. Je mehr man liest und das Studierte überdenkt, umso mehr erkennt man, dass das traditionelle Wissen starr von geformten Begriffen ist. Je mehr Begriffe man erkennt, umso mehr fühlt man sich von ihnen eingeengt. Je eingeengter man ist, desto größer der Drang, sich aus dem bindenden herkömmlichen Wissen zu befreien und ins Jenseits zu greifen, das mit dem leuchtenden Versprechen reicher Verfeinerung des Wissen lockt, das nicht als starre Begriffe daherkommt, sondern als ein sanftes und sicheres Wissen. Dies also ist der Wert des Buchwissens. Es stattet uns mit einer notwendigen Grundlage aus für das,was uns jenseits des althergebrachten erwartet. Das Buchwissen,wenn es bis zum vollen Umfang genutzt wird, wirkt wie ein natürlicher Anstoß, um über das, was überliefert worden ist, hinauszuschauen. Buchwissen liefert uns einen Absprungspunkt vom Linearen zum Nichtlinearen, von der Form zum Formlosen, vom Bekannten zum Möglichen. Es führt uns entlang der Zaunreihen der überlieferten begrifflichen Beschränkungen hin zum Tor, auf dem steht: Dahinter gibt es noch mehr. Und an diesem Punkt lassen wir die verstaubten Auffassungen des tradierten Wissens hinter uns und schreiten durch das Tor, einer größeren Erkenntnis entgegen. Diese Erkenntnis ist nicht geformt. Sie hat keine Form. Sie hat keinen Namen oder Sektiererbezeichnung, die sie definiert oder einengt. Diese Erkenntnis kann von keiner Religion besessen, von keiner Volksgruppe oder Person als Eigentum beansprucht werden. Sie kann nicht benannt, nicht definiert, nicht besessen werden. Sie ist das, was im Innern des Universellen Geistes ist. Sie ist das, womit sich unser Geist verbindet, wenn wir uns über das herkömmliche, in Begriffe gekleidete Wissen der Menschheit hinaus erheben. Sie ist das Wissen.
Das Wissen erkennt man an seiner Klarheit und Einfachheit, die so wunderschön ist, dass man sie mit keinen Worten niederschreiben, mit keinen Bildern beschreiben kann. Das Wissen kommt als leuchtende Explosionen der Inspiration, als herzklopfende Offenbarungen und als Wellen warmen Gefühls. Es kommt nicht als "Worte", sondern als plötzliche Vision, die die Realität in all ihrer herrlichen Erhabenheit darstellt. In diesem Moment wird die Bücherweisheit so vereinfachend, so banal.
Spirituelle Entwicklung leitet sich ab von der Erweiterung und Vermischung der Geistes- und Verhaltensfacetten des Ichs. Der Verhaltensaspekt ist das, was die geistige Entwicklung des Intellekts reflektiert. All das überlieferte Buchwissen und Studieren biblischer Schriften wird keine geistige Entwicklung, wie sie in der Gesellschaft erkennbar sein sollte, bewirken, wenn nicht das spirituelle Verhalten erfahrungsmäßig mit dem Weg in Einklang gebracht wird.
Diese Wahrheit wird augenscheinlich, wenn man Pfarrer verdammen und mit dem Finger auf jene zeigen sieht, die sie als "Sünder" kategorisieren. Diese sogenannten Kleriker haben vielleicht die Fähigkeit, Bibelverse auswendig zu zitieren, aber was beweist das, wenn ihr Verhalten nicht das Herz der Höchsten Wesen widerspiegelt? Dieses Verhalten zeigt einen Geist, der stark von der traditionellen "Religion" duchdrungen ist und keinen Geist, der die transformierende Transzendenz hin zu dem Wissen von wahrer Spiritualität geschafft hat. Solange man nicht die Stufe erreicht, an der man die Beschränkungen begrifflich denkenden Bücherwissens erkennt und versteht, das soviel mehr Wissenstiefe jenseits seiner Begrenzungen liegt, dessen Geist wird immer in einem geistig unentwickelten Zustand bleiben, wo das Verhalten gleichermaßen widergespiegelt wird und vom herrschenden Ego zeugt. Die Handlungen dieses Menschentyps werden durch das Ego belastet, zum Ausdruck gebracht durch Selbstgerechtigkeit. Denn ... das Wissen transzendiert das Ego und das Ich ist plötzlich unauffindbar.
Übersetzt aus: "Eclipse" von Mary Summer Rain
